„Ende-zu-Ende verschlüsselt“ steht auf vielen Messengern und Diensten. Gemeint ist ein ziemlich konkretes Versprechen: Nur die beiden Enden der Kommunikation, also Absender und Empfänger, können den Inhalt lesen. Alle Stationen dazwischen sehen nur unlesbaren Datensalat. Dieser Artikel erklärt, was dahintersteckt und wo das Versprechen endet.
Fast jede Website nutzt heute HTTPS. Diese Transportverschlüsselung (TLS) schützt die Verbindung zwischen deinem Gerät und dem Server: Wer im selben WLAN mitschneidet, sieht nur verschlüsselte Daten. Auf dem Server selbst liegen deine Daten aber in der Regel im Klartext vor, sodass der Betreiber sie lesen, auswerten oder herausgeben kann.
Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird der Inhalt schon auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt und erst auf dem Gerät des Empfängers wieder entschlüsselt. Der Server in der Mitte transportiert oder speichert nur Chiffretext, ohne den Schlüssel zu besitzen.
Verschlüsselung ist nur so stark wie der Umgang mit dem Schlüssel. Zwei Grundansätze gibt es:
Messenger wie Signal kombinieren beides: Asymmetrische Verfahren handeln die Schlüssel aus, danach sichert ein symmetrisches Verfahren die eigentlichen Nachrichten ab. Einfache Einmal-Link-Dienste gehen oft einen anderen Weg: Sie erzeugen im Browser einen zufälligen Schlüssel und packen ihn in den Link. Wer den Link hat, hat den Schlüssel. Das ist einfach zu bedienen, verlagert die Verantwortung aber auf den Übertragungsweg des Links.
Wie das konkret bei dw Secret Notes abläuft, steht auf der Seite So funktioniert dw Secret Notes. Wenn du ein Passwort weitergeben willst, hilft dir außerdem der Vergleich im Artikel Wie versende ich ein Passwort sicher?
Mehr Programme des Entwicklers: tools-for-you.de